Arbeits- und Gesundheitsschutz

Aufgabe des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in den Unternehmen ist die Vermeidung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren. Kernelement ist dabei die zielorientierte Prävention.

Durch die effiziente Präventionsarbeit in den Unternehmen der chemischen Industrie können diese aufgrund stetig zurückgehender Unfallzahlen Erfolge im Bereich Arbeitssicherheit vorweisen. Im Jahr 2014 kamen hier auf 1.000 Vollzeitbeschäftigte 14,5 Arbeitsunfälle im Vergleich zu durchschnittlich 22,3 Arbeitsunfällen für die gewerbliche Wirtschaft.

In Deutschland wird der Arbeitsschutz in einem dualen System überwacht:
1.    durch die Arbeitsschutzbehörden des Bundes und der Länder
2.    durch die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, insbesondere die gewerblichen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen.

Die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) ist  der gesetzliche Unfallversicherungsträger für Betriebe der chemischen  Industrie und verwandter Industriezweige. In der Vertreterversammlung  und im Vorstand sind sowohl die Arbeitgeber als auch die Arbeitnehmer der chemischen Industrie in paritätischer Besetzung vertreten.

Mit der gemeinsamen Initiative „Gutes und gesundes Arbeiten in der Chemie-Branche“ (Start im März 2014) wollen die Chemie-Sozialpartner BAVC und IG BCE die Kompetenzen und die Handlungsfähigkeit der betrieblichen Akteure auf insgesamt fünf Feldern stärken. Dazu zählt die Unterstützung der Betriebsparteien bei der Intensivierung der Gesundheitsförderung und der Entwicklung entsprechender betrieblicher Regelungen ebenso wie die Begleitung des Ausbaus von Präventionsmaßnahmen. Durch das Aufzeigen von Wegen für betriebliche Lösungen zum Schutz vor arbeitsbedingten Belastungen und zur Stärkung der persönlichen Kompetenzen der Beschäftigten soll die psychische Gesundheit in der Arbeitswelt gefördert werden. Die Initiative zielt auch auf die Förderung des gesundheitsbewussten Verhaltens und der Eigenverantwortung der Beschäftigten im Unternehmen wie auch im privaten Umfeld. Die Sozialpartner setzen zudem auf den Ausbau der Kooperation zwischen Unternehmen und externen Partnern wie der Berufsgenossenschaft.

Die Chemie-Sozialpartner unterstützen in diesem Zusammenhang auch die Präventionsstrategie 'VISION ZERO. Null Unfälle - gesund arbeiten!'. Am 19.05.2016 haben sie hierzu eine Kooperationsvereinbarung mit der BG RCI unterzeichnet.

Der BAVC hat folgende Broschüren und Materialien als Hilfestellungen bei der Umsetzung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes herausgegeben:
•    Umsetzung der Arbeitsmedizinischen Vorsorgeverordnung (ArbMedVV) sowie Durchführung von Eignungsuntersuchungen (2014)
•    Förderung psychischer Gesundheit in der Arbeitswelt (2013)
•    Neufassung Arbeitsschutzmerkblatt (Stand Dezember 2013)
•    Gesund im Betrieb. Leitfaden zur betrieblichen Gesundheitsförderung mit Praxisbeispielen aus der chemischen Industrie (2008)

Darüber hinaus wurden außertarifliche Sozialpartner-Vereinbarungen zum Arbeitsschutz mit der Industriegewerkschaft Chemie-Papier-Keramik abgeschlossen:
•    Gemeinsames Positionspapier „Prävention arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren“ (1997)
•    Keine Drogen in der Arbeitswelt (1996)


BAVC-Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie Nachrichten, Infodienste und Pressemitteilungen bequem per E-Mail

BAVC auf Twitter

Folgen Sie dem BAVC auf Twitter, um aktuelle Informationen und Neuigkeiten des Verbandes in Echtzeit zu erhalten.

BAVC-Partner

Heute Morgen Sozialpartnernetz Berufskompass Chemie Chemiepensionsfonds So.WIN mint UCI CSSA INQA Chemie hoch 3
VOILA_REP_ID=C12574AC:00338A87