Digitalisierung und Arbeiten 4.0

Die fortschreitende Digitalisierung wird sukzessive alle Wirtschaftsbereiche erfassen und die Arbeitswelt verändern. Diesen Prozess wollen die Chemie-Arbeitgeber konstruktiv gestalten, denn die Digitalisierung und die Entwicklung hin zur Industrie 4.0 bieten große Chancen für den Standort Deutschland. Die Vergangenheit zeigt, dass mit einem Technologieschub in der Regel wirtschaftliches Wachstum und mehr Beschäftigung einhergehen. Bestimmte Tätigkeitsfelder und Berufe können aber wegfallen, auch verändern sich Jobprofile und Anforderungen. Positive Wettbewerbs- und Beschäftigungseffekte benötigen zudem vor allem eines: verlässliche rechtliche und infrastrukturelle Rahmenbedingungen sowie den notwendigen Spielraum zur Entfaltung.

Die Chemie-Arbeitgeber sehen in der digitalen Vernetzung der industriellen Produktion erhebliche Chancen. Es gilt, die Schubkraft der digitalen Transformation für Innovationen, neue Geschäftsmodelle und zukünftige Produktivitätsgewinne zu nutzen. Dies kann dazu beitragen, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu stärken. Teilaspekte von Industrie 4.0 haben schon heute in der Unternehmensrealität der chemisch-pharmazeutischen Industrie eine große und weiter wachsende Bedeutung. Eine flächendeckende Durchdringung steht allerdings noch aus und hängt in erheblichem Maß von der Schaffung förderlicher Rahmenbedingungen ab.

Auswirkungen auf die Arbeitswelt

Die zunehmende Digitalisierung verändert die Arbeitswelt. Die Chemie-Arbeitgeber gehen davon aus, dass sich Aufgaben und Arbeitsplätze weiterhin wandeln und fortentwickeln werden – wenngleich mit höherer Geschwindigkeit. Chancen entstehen dabei durch die Veränderung der Arbeit an sich. Schwere körperliche Arbeit kann in Zukunft häufiger von intelligenten Maschinen und Systemen ausgeführt werden. Das bedeutet nicht, dass »smarte« Produktionssysteme alle Aufgaben übernehmen. Dennoch ist davon auszugehen, dass der Anteil einfacher manueller Tätigkeiten tendenziell sinken wird. Beschäftigte werden voraussichtlich stärker gefragt sein Abläufe zu koordinieren, die Kommunikation zu steuern und eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen.

Durch die Möglichkeit der flexiblen Nutzung von Betriebsmitteln können weitere Arbeitsformen und Arbeitszeitmodelle entstehen, die sich neben dem »klassischen« Beschäftigungsverhältnis etablieren. Gelingt die richtige Balance zwischen den Anforderungen einer flexiblen Arbeitsorganisation der Unternehmen und den persönlichen Bedürfnissen der Beschäftigten, so trägt dies zum unternehmerischen Erfolg bei und eröffnet neue Spielräume für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Im Dialog mit Politik und Sozialpartner

Die Chemie-Arbeitgeber suchen den Dialog mit der Politik und dem Sozialpartner, um frühzeitig die Auswirkungen von Digitalisierung und Industrie 4.0 auf die Arbeitswelt zu erörtern. Das Ziel dabei ist, die weiteren Veränderungsprozesse konstruktiv zu begleiten und zu gestalten, um auch in Zukunft wettbewerbsfähige, sichere und attraktive Arbeitsbedingungen in der Chemie-Branche zu gewährleisten.

Im Oktober 2016 haben BAVC und IG BCE den Dialogprozess 'WORK@industry4.0 – Dialog der Chemie-Sozialpartner zur Arbeit der Zukunft“ begonnen. Gemeinsam wollen die Chemie-Sozialpartner
•    ein Verständnis von den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt in der chemisch-pharmazeutischen Industrie entwickeln,
•    Offenheit für Veränderung in der Branche fördern und
•    gemeinsame Positionen zu den mit der Arbeitswelt 4.0 verbundenen Herausforderungen formulieren.

 

Ihre Ansprechparter  - das BAVC-Kompetenzteam Arbeiten 4.0

Andreas Ogrinz: andreas.ogrinz@bavc.de
Geschäftsführer Bildung, Innovation, Nachhaltigkeit: Gesamtverantwortung

Christiane Debler: christiane.debler@bavc.de
Stv. Geschäftsführerin, Soziale Sicherung, Sozialrecht

Katharina Göbel: katharina.goebel@bavc.de
Leiterin Europabüro, Initiativen Arbeiten 4.0 auf europäischer Ebene

Christopher Knieling: christopher.knieling@bavc.de
Bildung, Innovation, Nachwuchsmarketing, AG Aus- und Weiterbildung 4.0

Lars Messerschmidt: lars.messerschmidt@bavc.de
Tarifpolitik, Arbeitsrecht, Arbeitsmarkt, AG Zeit- und ortsflexibles Arbeiten 4.0

Katharina Müller: katharina.mueller@bavc.de
Tarifpolitik, Arbeitsrecht, AG Zeit- und ortsflexibles Arbeiten 4.0

Johanna Schönrok-Kuczynski: johanna.schoenrok-kuczynski@bavc.de
Demografie- und Gesundheitsmanagement, AG Gutes und gesundes Arbeiten 4.0

Silke Steltmann: silke.steltmann@bavc.de
Leiterin Hauptstadtbüro, Initiativen Arbeiten 4.0 auf Bundesebene

Rebecca Wilhelm: rebecca.wilhelm@bavc.de
Stv. Pressesprecherin, Kommunikation, Social Media

 

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