Tarifliche Altersvorsorge

Die tariflichen Altersvorsorge-Ansprüche der Mitarbeiter der chemischen Industrie sind im Tarifvertrag über Einmalzahlungen und Altersvorsorge in der chemischen Industrie (TEA) geregelt. Jeder Arbeitnehmer hat einen Anspruch darauf, im Wege der Entgeltumwandlung eine zusätzliche Altersvorsorge aufzubauen.
 
Entgeltumwandlung ist eine besondere Finanzierungsform der betrieblichen Altersversorgung, bei der ein Teil des Entgelts nicht ausgezahlt wird, sondern direkt in die betriebliche Altersversorgung fließt. Der Arbeitnehmer verzichtet also auf einen Teil seines Entgeltanspruchs und erhält im Gegenzug eine Anwartschaft auf eine Altersvorsorgeleistung. Ein Vorteil der Entgeltumwandlung gegenüber der arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersversorgung liegt darin, dass der Arbeitnehmer mit der ersten Einzahlung eine unverfallbare Anwartschaft erhalten - statt erst nach fünf Jahren. Die umgewandelten Beiträge sind insolvenzgeschützt.
 
Im Gegensatz zu einer privaten Kapitalanlage erfolgt die Entgeltumwandlung in der betrieblichen Altersversorgung im Wege des sogenannten „Brutto-Sparens“. Der Anlagebetrag wird also nicht dem Netto-, sondern dem Brutto-Einkommen entnommen. Wandeln Sie in dieser Form bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung West (in 2017 sind dies 3.048 Euro) um, müssen Sie in der Ansparphase hierauf keine Steuern oder Sozialversicherungsbeiträge entrichten. Damit verbleibt ein höherer Beitrag für den Vermögensaufbau im Vergleich zum „Netto-Sparen“. Diese Form der gesetzlichen Förderung gibt es nur bei der betrieblichen Altersversorgung. 
 

Das Chemie-Modell

In der chemischen Industrie werden bereits seit mehreren Jahren die ehemaligen vermögenswirksamen Leistungen zweckgebunden für die Altersvorsorge verwendet. Alle Vollzeit-Arbeitnehmer erhalten hierfür jedes Jahr einen Entgeltumwandlungsgrundbetrag von 478,57 Euro (Arbeitnehmer in Teilzeit erhalten entsprechend weniger) zuzüglich einer tariflichen Förderung von 134,98 Euro (Chemie-Tarifförderung I).
 
Wenn darüber hinaus durch den Arbeitnehmer Entgelt in den Aufbau einer zusätzlichen Altersversorgung eingebracht wird, wird pro volle 100 Euro bis zu einer bestimmten Grenze noch eine tarifliche Zusatzförderung von je 13 Euro gezahlt (Chemie-Tarifförderung II). 
 

Förderrechner

Um einen Eindruck von der Höhe der individuellen Förderquote zu erhalten, steht der Förderrechner Chemie zur Verfügung, mit dem die Förderquote der tariflichen Altersvorsorge durch Bruttoentgeltumwandlung berechnet werden kann. Dieses Rechenprogramm soll die individuelle Vorsorgeentscheidung der Chemie-Beschäftigten unterstützen.


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