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Wie ticken die Chemie-Beschäftigten in Sachen Nachhaltigkeit? Kennen sie die Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³? Das sind zentrale Fragen einer Studie, die die Chemie-Sozialpartner in Auftrag gegeben haben, um zu erfahren, wie es um das Nachhaltigkeitsverständnis der Beschäftigten bestellt ist.

Wie ticken die Chemie-Beschäftigten in Sachen Nachhaltigkeit? Kennen sie die Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³? Sind die Unternehmen aus Sicht der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „nachhaltig“ genug? Das sind zentrale Fragen einer Studie, die die Chemie-Sozialpartner in Auftrag gegeben haben, um zu erfahren, wie es um das Nachhaltigkeitsverständnis der Beschäftigten bestellt ist.

Die wichtigsten Ergebnisse

  1. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist bei fast allen Befragten bekannt. Knapp zwei Drittel (59 Prozent) geben an, ihn genau zu kennen. Weitere 37 Prozent der Beschäftigten haben eine grobe Vorstellung, was er bedeutet. Vier Prozent kennen den Begriff, seine genaue Bedeutung aber nicht.
  2. Das Nachhaltigkeitsverständnis der Chemie-Beschäftigten ist „grün“. Mit Nachhaltigkeit assoziieren 98 Prozent der Befragten Umweltthemen. 40 Prozent der Befragten verbinden mit Nachhaltigkeit soziale Aspekte und nur 28 Prozent sehen einen wirtschaftlichen Zusammenhang.
  3. Mit zunehmender Betriebsgröße bescheinigen die Beschäftigten ihrem Arbeitgeber ein stärkeres Nachhaltigkeitsengagement auf Feldern wie Gesundheit, Aus- oder Weiterbildung. Während sich von den Beschäftigten in kleinen und mittleren Unternehmen nur etwa jeder Zehnte durch Weiterbildungsangebote unterstützt sieht, ist es in Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten schon jeder Dritte.
  4. Tarifbindung und Mitbestimmung sorgen für mehr Nachhaltigkeitsengagement in den Unternehmen. Zum Beispiel werden Erstausbildung oder berufsvorbereitende Maßnahmen bei 31 Prozent der tarifgebundenen Unternehmen stark unterstützt, während dieser Wert in Unternehmen ohne Tarifbindung nur bei 18 Prozent liegt.
  5. Chemie³ ist wenig bekannt, dennoch erfährt die Initiative große Unterstützung. Nur zehn Prozent der Beschäftigten kennen die Nachhaltigkeitsinitiative der deutschen Chemie. 95 Prozent unterstützen aber das gemeinsame Engagement der drei Allianzpartner für nachhaltige Entwicklung.

Die Befragung zeigt Verbesserungspotenziale und Handlungsoptionen für die unternehmerische Praxis auf. Diese Impulse will Chemie³ gemeinsam mit Unternehmen und Beschäftigten aufgreifen.

Hintergrund der Studie

Im Jahr 2017 wurde eine neue Strategie für die Initiative „Chemie³“ verabschiedet. Zum ersten Mal wurde das Ziel aufgenommen, das Bewusstsein für die Bedeutung der drei Dimensionen der Nachhaltigkeit bei den Beschäftigten der Branche zu stärken.

Um Annahmen des derzeitigen Nachhaltigkeitsverständnisses validieren zu können, wurde im zweiten Quartal 2018 eine Befragung von Beschäftigten der chemisch-pharmazeutischen und der Kunststoffindustrie gestartet. Diese hat Kantar Public im Auftrag von BAVC und IG BCE durchgeführt. Die Daten der Studie wurden durch eine Online-Befragung erhoben. Daran haben 805 Beschäftigte teilgenommen.

 

CHEMIE³
Die Initiative wird gemeinsam getragen von Arbeitgeberverband (BAVC), Gewerkschaft (IG BCE) und Wirtschaftsverband (VCI). Mehr Infos unter www.chemiehoch3.de

Download
Die ausführlichen Ergebnisse der Umfrage finden Sie unter www.bavc.de

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