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Wie wirkt sich die Digitalisierung in unserer Branche aus? Wie „digital reif“ ist die Chemie überhaupt? Und vor allem: Wie verändert sich die Chemie-Arbeitswelt, etwa mit Blick auf Qualifikationsanforderungen, die zeitlichen und räumlichen Bedingungen des Arbeitens oder die Gesundheit der Beschäftigten? Antworten auf diese Fragen finden sich in dem kürzlich erschienenen Forschungsbericht „Digital transformation in the workplace of the European Chemicals Sector. A sector-specific study of the European chemical, pharmaceutical, rubber and plastics industry“.

Über den nationalen Branchenhorizont hinaus

Durchgeführt wurde die Studie von der Prognos AG im Auftrag der europäischen Chemie-Sozialpartner ECEG (European Chemical Employers Group) und industriAll Europe, der europäischen Chemie-Gewerkschaft. Der BAVC war maßgeblich an Projektplanung und -durchführung beteiligt.

Der Bericht ist der erste europäische seiner Art (nationale und regionale Studien zur Digitalisierung in der Chemie liegen bereits vor) und hat eine breite empirische Grundlage. 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Branche wurden online befragt. Eingang in die Studie fanden zudem Experteninterviews, Desk Research und Trendanalysen. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

KI und Co.: Für die zweite Welle der digitalen Transformation braucht es „Köpfchen“

Was die Anwendung von digitalen Technologien angeht, braucht sich die europäische Chemie nicht zu verstecken: Nach Angaben der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Befragung haben Technologien wie Kollaborationsplattformen oder Cloud-Anwendungen bereits eine weite Verbreitung. Das reicht aber nicht: Nach dieser ersten steht die zweite Welle der digitalen Transformation der Chemie unmittelbar bevor. Ihre zentralen Treiber werden Augmented Reality, Künstliche Intelligenz (KI) und das industrielle Internet der Dinge sein.

Entscheidend für den Erfolg dieser Phase wird vor allem eines sein: „Köpfchen“. Denn nach Einschätzung der Befragten fehlt es nicht nur an den richtigen Kompetenzen, um die anstehenden Veränderungen zu meistern, sondern auch an einem ausreichenden Verständnis darüber, welche Vorteile sich aus dem digitalen Wandel für das eigene Unternehmen ergeben.

Trends in der Transformation der Chemie-Arbeitswelt

Insgesamt wird sich die Arbeitswelt laut Studie besonders auf folgenden Feldern verändern:

  • Eine Verschiebung der geforderten Kompetenzen ist bereits in vollem Gange. In der Chemie sind immer weniger Jobs gefragt, die mit manuellen oder einfachen kognitiven Fähigkeiten einhergehen. Stattdessen stehen digitalisierungsspezifische Kompetenzen wie der souveräne Umgang mit IT-Technologien und persönlich-soziale Kompetenzen wie eigenverantwortliches Arbeiten oder Teamfähigkeit oben auf der Agenda.
  • Kleine und mittlere Unternehmen der Branche schneiden, was diese Zukunftskompetenzen angeht, schlechter ab als große Unternehmen („digital skills gap“).
  • Das Weiterbildungsengagement muss intensiviert werden. Dabei wird diese Aufgabe klar als geteilte Verantwortung gesehen – von Führungskräften und Beschäftigten gleichermaßen.
  • Mobiles Arbeiten, die Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams und Multitasking gewinnen weiter an Bedeutung.
  • Die Herausforderungen für die Gesundheit der Beschäftigten verschieben sich von gefährdenden Tätigkeiten hin zu psychischen Belastungen.
  • Die Digitalisierung geht mit einem erhöhten Risiko von Beschäftigungsverlusten für bestimmte Tätigkeiten einher (vor allem Verwaltung/Buchhaltung, Logistik, Produktion), birgt aber auch neue Beschäftigungschancen in Bereichen wie IT oder Forschung und Entwicklung.

Gestaltungsmittel der Wahl: Tarifverträge

Tarifverträge werden von den Befragten als zentrales Gestaltungsinstrument für die digitale Transformation gesehen. Ob für flexible Arbeitszeitmodelle, die Weiterbildung der Beschäftigten oder die Entwicklung zeitgemäßer Datenschutzregeln: Kollektivvereinbarungen sind das Mittel der Wahl. Tarifverträge sind also nicht von gestern, wie manch einer auch hierzulande gerne prophezeit. Sie sind von morgen!

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