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Die Corona-Pandemie sorgt derzeit für große Verunsicherung auf dem Ausbildungsmarkt. Deshalb setzen die Chemie-Arbeitgeber in der Krise ein positives Zeichen und bekräftigen ihr Engagement mit der Erklärung „Wir stehen zur dualen Ausbildung – auch in der Krise!“. Nachfolgend finden Sie die Erklärung im Wortlaut.

Erklärung der Chemie-Arbeitgeber

  • „Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft stellen auch die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland vor bisher ungekannte Herausforderungen. Zukunftsperspektiven sind wichtiger denn je. Deshalb setzen sich die Chemie-Arbeitgeber dafür ein,
  • dass die Betriebe ihr Engagement bei der Fachkräftesicherung trotz wirtschaftlicher Unsicherheit fortsetzen können und Schülerinnen und Schüler die bestmöglichen Ausbildungschancen erhalten;
  • Übernahmeperspektiven nach der Ausbildung zu eröffnen, wo dies möglich ist. Dabei gilt weiterhin der Grundsatz „Ausbildung geht vor Übernahme“;
  • dass die Erklärung der Allianz für Aus- und Weiterbildung vom 26. Mai 2020 mit Leben gefüllt wird. Die Berufsschulen müssen angemessen an den zusätzlich im Digitalpakt bereitgestellten 500 Millionen Euro beteiligt werden, denn die Beschaffung von Endgeräten für Schülerinnen und Schüler sowie die Erstellung von digitalem Content an den Schulen ist auch für Berufsschulen essenziell;
  • das „Digitalisierungsmomentum“ zu nutzen, selbstorganisiertes Lernen und Arbeiten weiter zu fördern sowie Formate virtueller Zusammenarbeit im Ausbildungsprozess sinnvoll und bedarfsgerecht einzusetzen;
  • die Ausprägung digitaler Kompetenzen in der Ausbildung weiter zu stärken. Nach dem Beruf „Chemikantin“ sind ab August 2020 auch in den Berufen „Chemie-, Biologie- und Lacklaborantin“ neue digitale Wahlqualifikationen verfügbar;
  • brancheneigene “Start in den Beruf-Programme“ über den Unterstützungsverein der chemischen Industrie (UCI) zu fördern, um Jugendlichen mit fehlender Ausbildungsreife bessere Einstiegschancen in Ausbildung zu eröffnen; die Berufsorientierung von Schüler*innen durch interaktive, digitale Informationsangebote zu fördern, wie dem „Ausbildungsfinder“ oder dem „360°-Ausbildungsquiz“ unserer Ausbildungskampagne „Elementare Vielfalt (ElVi)“.

Darüber hinaus begrüßen wir die Zielsetzung der Allianz für Aus- und Weiterbildung, die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt differenziert zu monitoren, um im Bedarfsfall zielgenaue und bedarfsgerechte Unterstützungsmaßnahmen anbieten zu können. Insgesamt muss die Corona-Krise für uns ein Weckruf sein, die längst überfällige Digitalisierung des Bildungssektors mit Entschlossenheit voranzutreiben und mit geeigneten pädagogischen Konzepten zu unterlegen.

Denn eine moderne Bildungsinfrastruktur, die mit der entsprechenden Qualifizierung der Lehrkräfte einhergehen muss, ist ein wichtiger Baustein, damit Deutschland für die Chemie-Unternehmen ein attraktiver Investitionsstandort bleibt. Nur mit klugen Köpfen wird es uns gelingen, die großen Herausforderungen nach der Corona-Pandemie zu meistern: digitale und ökologische Transformation, Mobilitätswende, demografischer und gesellschaftlicher Wertewandel. Deshalb machen wir uns auch in schwierigen Zeiten für die Sicherung der Fachkräftebasis stark. Wir verbinden unser Engagement mit einem Appell an die Politik, für gute und planbare Rahmenbedingungen zu sorgen, denn ohne eine starke chemisch-pharmazeutische Industrie werden wir die Folgen der derzeitigen Krise nicht bewältigen können.“

BAVC-Position zur Ausbildungsprämie

Im Konjunkturpaket der Bundesregierung wurde ein Förderprogramm zur Sicherung von Ausbildungsplätzen vereinbart. Die Chemie-Arbeitgeber sind der Auffassung, dass sich staatliche Unterstützungsmaßnahmen unabhängig von der Betriebsgröße an die Ausbildungsbetriebe richten sollten, die von der Krise stark betroffen sind, aber dennoch ihre Ausbildungszahlen stabil halten. Gleiches gilt für Unternehmen, die überdurchschnittliches Ausbildungsengagement in der Krise zeigen und verloren gegangene Plätze an anderer Stelle auffangen. „Nur so können wir eine spürbare Wirkung am Ausbildungsmarkt erzielen“, sagte BAVC-Präsident Kai Beckmann dem Handelsblatt.

Über die Ausbildung in der Chemie-Branche

Unsere Ausbildungsbetriebe bieten jährlich über 9.000 Ausbildungsplätze in über 50 verschiedenen Berufen an. Die Übernahmequote lag im Durchschnitt der letzten Jahre bei rund 90 Prozent. Als eine der ersten Branchen in Deutschland hat die chemisch-pharmazeutische Industrie im August 2018 eine Wahlqualifikation „Digitalisierung und vernetzte Produktion“ für den Ausbildungsberuf „Chemikantin“ eingeführt. Seitdem haben bereits über 1.000 Chemikantinnen von dieser Wahlqualifikation profitiert.

 Grafik Ausbildung Jul2020

Mehr Informationen zur Ausbildung in der Chemie-Branche finden Sie bei „ElVi“, der Ausbildungskampagne der Chemie-Arbeitgeberverbände: www.elementare-vielfalt.de

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