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Vier Jahre, 16 Workshops, 300 Teilnehmer*innen: WORK@industry4.0, der Dialogprozess von BAVC und IG BCE zur Arbeit der Zukunft, ist erfolgreich abgeschlossen. Aber nicht, ohne sichtbare Spuren für ebendiese Zukunft zu hinterlassen. 

Agile Sozialpartnerschaft  

Auf einer virtuellen Abschlussveranstaltung Anfang Dezember 2020 haben die Chemie-Sozialpartner gemeinsam mit Führungskräften und Betriebsräten drei Leitbilder für die Chemie-Arbeitswelt 4.0 vorgestellt: eine Weiterbildungsstrategie für die Branche bis 2025, Leitlinien für gutes und gesundes Arbeiten 4.0 sowie für moderne Führung. Neben diesen Wegweisern auf Branchenebene sind aus dem Prozess auch Leitfäden für die betriebliche Praxis hervorgegangen. Herzstück von WORK@industry4.0 ist das neue sozialpartnerschaftliche Format selbst, das sich durch Agilität, Augenhöhe, Perspektivenvielfalt und Expertenwissen auszeichnet. In analogen und später virtuellen Workshops haben die Teilnehmer*innen Antworten auf die Arbeitswelt im Wandel gefunden – gemäß der Erfolgsphilosophie für jeden nachhaltigen Change: Ergebnisorientierung und Beteiligung müssen Hand in Hand gehen. 

Zielbild Weiterbildung 4.0  

Das neue „Zielbild Weiterbildung 4.0“ setzt den Rahmen für die im Tarifabschluss 2019 vereinbarte „Qualifizierungsoffensive Chemie“ und konkretisiert die Selbstverpflichtungen von BAVC und IG BCE zur Nationalen Weiterbildungsstrategie. Die Chemie-Sozialpartner verpflichten sich mit dieser Strategie auf zehn Ziele, die sie bis 2025 erreichen wollen, darunter die Weiterentwicklung bestehender Berufsbilder vor dem Hintergrund des digitalen Wandels oder spezielle Weiterbildungsangebote für Mitarbeiter*innen in der Produktion. Grundlegendes Verständnis beider Sozialpartner ist das Prinzip der geteilten Verantwortung: Weiterbildung ist eine gemeinsame Aufgabe von Arbeitgebern und Beschäftigten. 

Leitbild Führung 4.0  

Angesichts eines mehr und mehr durch Volatilität, Unsicherheit und Komplexität gekennzeichneten Wettbewerbs- und Arbeitsumfelds sind Führungskräfte heute geforderter denn je. BAVC und IG BCE haben ein Leitbild entworfen, in dem zentrale Qualitätsansprüche an die Chemie-Führungskraft 4.0 formuliert werden. In sieben Kernwerten beschreiben sie ein Führungsverhalten 4.0, das sich positiv auf Gesundheit, Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter*innen auswirkt und gleichzeitig Kreativität, Innovationen und Wettbewerbsorientierung fördert.

Initiative „Gutes und gesundes Arbeiten 4.0 in der Chemie“  

Die Digitalisierung der Arbeitswelt stellt auch neue Anforderungen an das betriebliche Gesundheitsmanagement. Im Rahmen des WORK@industry4.0 - Prozesses haben beide Seiten daher ihre bestehende Sozialpartner-Initiative entsprechend aktualisiert und angepasst. Es gilt, die psychische Gesundheit der Beschäftigten mehr in den Fokus zu nehmen – etwa durch das Aufzeigen von Ansätzen für betriebliche Lösungen zum Schutz vor arbeitsbedingten Belastungen und zur Stärkung der persönlichen Kompetenzen der Beschäftigten. Die Chemie-Sozialpartner wollen hierzu konkrete Hinweise für die betriebliche Praxis erarbeiten. So sollen Gefährdungsbeurteilungen künftig auch die Herausforderungen der digitalisierten Arbeitswelt berücksichtigen. Eines bleibt dabei unverändert: Die Gesundheit und ihre Erhaltung liegen immer auch in der Verantwortung jedes und jeder Einzelnen selbst. 

Unterstützung für die betriebliche Praxis  

Unterhalb der Ebene von Branchen-Leitbildern hat WORK@industry4.0 auch ein Unterstützungsangebot für die unmittelbare Anwendung entwickelt: aus der Praxis für die Praxis. Entstanden sind chemie-spezifische Anpassungen bestehender Praxisleitfäden der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) zu den Themen Führung und Gesundheit sowie ein erster Entwurf zu mobilem Arbeiten, ferner eine Blaupause für sozialpartnerschaftliche Kooperation im Betrieb. Denn schon früh im Dialogprozess haben die Teilnehmer*innen klargemacht: Das innovative Format WORK@industry4.0 sollte nicht in der Versenkung verschwinden, sondern interessierten Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Auch eine „Daten- und Algorithmenethik“ inklusive Praxishilfe haben sich BAVC und IG BCE vorgenommen – ein Schlüsselthema für die digitale Transformation, denn digitale Technologie und der Umgang mit Big Data brauchen die Akzeptanz der Beschäftigten. Bei dieser wichtigen, aber schweren Kost brauchen die Sozialpartner jedoch noch mehr Zeit. 

Stiller: „Neue Herausforderungen gemeinsam angehen“  

Am Rande der Abschlussveranstaltung unterstrich BAVC-Hauptgeschäftsführer Klaus-Peter Stiller: „Die neuen Herausforderungen in der Arbeitswelt können wir nur gemeinsam bestehen. Mit WORK@industry4.0 haben wir Raum zum Denken abseits der tradierten Rollen geschaffen. Wir haben das Ergebnis in den Mittelpunkt gestellt und ohne Scheuklappen mit den Praktikern diskutiert, was geht und was nicht geht. Die gemeinsam erarbeiteten Leitbilder sprechen für sich. Jetzt geht es darum, diese Leitbilder in die Tat umzusetzen und zugleich das Modell WORK@industry4.0 für die Transformation in den Unternehmen zu nutzen.“ 

Grioli: „Die Beschäftigten wollen Arbeit 4.0 mitgestalten“  

„Die Beschäftigten haben keine Angst vor Digitalisierung und Arbeit 4.0, sie wollen sie in ihren Betrieben aber aktiv mitgestalten“, betonte Francesco Grioli, im geschäftsführenden Hauptvorstand der IG BCE verantwortlich für den Bereich Digitalisierung. „Das ist auch deshalb wichtig, weil mit dem rasanten Wandel der vergangenen Jahre die Arbeitsbelastung weiter gestiegen ist. Für drei dafür zentrale Einflussfaktoren haben die Sozialpartner mit WORK@industry4.0 nun ein gemeinsames Verständnis für Gute Arbeit von morgen entwickelt, das für die Industrie insgesamt beispielgebend ist.“

 

Service: Alle Vereinbarungen sowie der Mitschnitt zur Veranstaltung sind auf der Website work-industry40.de zu finden. Dort werden auch die Praxisleitfäden eingestellt, sobald sie verfügbar sind. https://work-industry40.de/

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