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BAVC IMPULS Ausgabe 07 2019 Grafik
Die Arbeitskosten der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland sind im internationalen Vergleich weiterhin ein Standortnachteil. Das belegt eine aktuelle BAVC-Auswertung zur internationalen Arbeitskosten-Rangliste der Branche für das Jahr 2018.

Die deutschen Betriebe mussten je Stunde und Beschäftigten im Durchschnitt 55,18 Euro aufwenden. Mit Ausnahme von Dänemark und Belgien waren die Kosten 2018 in allen anderen Industrieländern erneut niedriger. Gegenüber 2017 kletterten die Arbeitskosten der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie um 2,8 Prozent, im Vergleich mit 2016 sogar um 5,5 Prozent.

An der Spitze des internationalen Arbeitskostenvergleichs der Branche lag 2018 Dänemark (57,49 Euro), das den langjährigen Spitzenreiter Belgien (57,24 Euro) abgelöst hat. Zu berücksichtigen ist dabei einerseits, dass Dänemark kein Mitglied der Euro-Zone ist und der Wert somit auch durch den Wechselkurs beeinflusst wird. Belgien andererseits verfügt über eine besondere Struktur der chemisch-pharmazeutischen Industrie – sie ist von der wenig personalintensiven Petrochemie geprägt, die im Gegenzug auch sehr hohe Umsätze je Beschäftigten erzielt.

Konkurrenten mit klaren Vorteilen

Wichtige Wettbewerber der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie auf den Weltmärkten profitieren dagegen weiterhin von deutlichen Vorteilen bei den Arbeitskosten. Dies gilt für die USA mit einem Kostenvorteil von gut 22 Prozent je Stunde ebenso wie für Japan, das sogar um 37 Prozent niedriger liegt. Auch Betriebe in wichtigen westeuropäischen Chemie-Standorten wie Frankreich oder den Niederlanden (jeweils 8 Prozent), Italien (32 Prozent), Großbritannien (41 Prozent) und Spanien (45 Prozent) müssen für eine Beschäftigtenstunde deutlich weniger bezahlen. Die osteuropäischen Industrieländer liegen trotz deutlicher Steigerungen in den letzten Jahren immer noch mehr als 70 Prozent unter den deutschen Arbeitskosten.

Steigerung in Deutschland am höchsten

Mit Ausnahme von Osteuropa und Portugal war die Steigerung der Arbeitskosten je Stunde in Deutschland in den zurückliegenden zwei Jahren mit 5,5 Prozent zudem höher als in allen übrigen Staaten. Der Kostennachteil gegenüber den Hauptkonkurrenten hat sich damit weiter vergrößert. Während die in Euro berechneten Kosten für die USA, Japan und Schweden durch Veränderungen der Wechselkurse in diesen zwei Jahren sogar gesunken sind, stiegen sie in anderen Ländern meist nur zwischen 1,8 und 4,9 Prozent.

 

Methodenhinweis
Grundlage der Berechnungen für den internationalen Vergleich ist die fortgeschriebene Arbeitskostenerhebung der Europäischen Union (Basisjahr 2016). Daneben wurden auch Daten aus Japan und den USA einbezogen. Die Daten wurden für alle Länder für die gesamte chemisch-pharmazeutische Industrie errechnet. Zu den Arbeitskosten zählen neben den gezahlten Löhnen auch die vom Arbeitgeber getragenen Sozialversicherungsbeiträge, der bezahlte Urlaub, Sonderzahlungen und betriebliche Leistungen für die Altersvorsorge. Abweichungen zu früheren Veröffentlichungen ergeben sich aus dem neuen Basisjahr (Erhebung 2016, zuvor 2012) sowie nachträglichen Korrekturen an amtlichen Daten.

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